Parkstad bekommt Velocity Leihstation für Leih-E-Bikes

Kerkrade ist die erste Stadt in der Parkstad, die eine Leihstation im Rahmen des Leih-E-Bike-Projekts Velocity Aachen erhält. Am 8. März eröffnet der Beigeordnete Jo Bok im Stadtzentrum von Kerkrade die Leihstation am Parkplatz in der Dr. Kreijenstraat.
Das Netzwerk von Velocity Aachen besteht aus Leihstationen, an denen E-Bikes zur Ausleihe bereitstehen. Einwohner und Besucher der Euregio können die Fahrräder nach einmaliger Anmeldung über eine App oder mit einer Chipkarte nutzen.

Nachhaltige Mobilität

„Mit dieser ersten Verbindung zur Parkstad tragen wir dazu bei, ein stabiles Netzwerk für nachhaltige Mobilität in der Euregio Maas-Rhein zu entwickeln“, erklärt Nico Aarts, Ressortleiter für Mobilität der Stadtregion Parkstad Limburg. „Zusätzlich zu Zug und Bus gibt es nun eine weitere Option, die es ermöglicht, die Euregio mit dem E-Bike zu entdecken.“

Angebot für alle

„Ich bin sehr erfreut, dass die Wahl auf Kerkrade als ersten Ort für eine Leihstation fiel“, bestätigt Jo Bok, der Beigeordnete für Verkehr und Transport der Stadt Kerkrade. „Diese Leihräder sind ideal für Einwohner, Pendler, Studenten und Touristen. Die Zahlung erfolgt als Einmalzahlung oder im Rahmen eines Abonnements. So können alle ganz nach eigenem Wunsch oder Bedarf die Grenze überqueren, um in der Euregio zu studieren, zu arbeiten oder zu shoppen.“

Nächster Schritt

„Auch wir in Aachen freuen uns, dass die Parkstad Limburg sich für Velocity entschieden hat“, teilt Werner Wingenfeld, der Beigeordnete der Stadt Aachen, mit. „Unsere Bürger und Bürgerinnen können mit dem E-Bike nun all das entdecken, was die Parkstad zu bieten hat. Sie sind mittlerweile mit den Leihrädern vertraut, die an fünfzehn Leihstationen in der Stadt zur Ausleihe bereit stehen. Die Ausleihe erfolgt mit einer speziellen Chipkarte, die auch für den ÖPNV in der Grenzregion sowie die Carsharing-Angebote in der Stadt gültig ist.“

Grenzüberschreitender Verkehr

Die Leihstation des Leihradprojekts in Kerkrade wird von der Stadtregion Parkstad Limburg und ihrem Finanzierungspartner, dem Projekt „EMR Connect“ für grenzüberschreitende Mobilität, finanziert. Im Rahmen dieses Projekts kooperieren in der gesamten Euregio Maas-Rhein vierzehn Verkehrsbehörden, Regierungsstellen und Universitäten eng miteinander, um Lösungen für Transport, Fahrkarten und Kundenservice zu entwickeln und umzusetzen.


Neues Förder­projekt "emr connect" startet – 4,6 Millionen für grenzüberschreitende Mobilität

Heute fiel in Anwesenheit von Regierungspräsidentin Gisela Walsken, Vorsitzende der Euregio Maas-Rhein, in Aachen der Startschuss für das neue Interreg V-A-Projekt „emr connect“.

Unter Federführung des Aachener Verkehrsverbunds (AVV) arbeiten in den kommenden drei Jahren 14 Partner aus der Euregio Maas-Rhein (Deutschland, Belgien, Niederlande) gemeinsam an Maßnahmen zur Verbesserung des grenzüberschreitenden öffentlichen Nahverkehrs. Dazu steht ein Budget in Höhe von 4,6 Millionen Euro zur Verfügung.

Ziel des Projektes ist es, Maßnahmen im Themenfeld Mobilität umzusetzen, um Bürgern in der Euregio Maas-Rhein das grenzüberschreitende Reisen zu erleichtern. Hierzu arbeiten Verkehrsunternehmen, Aufgabenträger für den öffentlichen Verkehr, öffentliche Verwaltungen und Universitäten zusammen. Das vom AVV zusammengestellte Konsortium besteht aus insgesamt 14 Projektpartnern: AVV, Stadt Aachen, ASEAG, RWTH Aachen University, Provinz Limburg, Parkstad Limburg, Arriva Personenvervoer (niederländisches Verkehrsunternehmen), Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens, TEC (wallonisches Verkehrsunternehmen), De Lijn (flämisches Verkehrsunternehmen), SNCB (Belgische Bahn), Liège Europe Metropole, Université de Liège, Universiteit Hasselt.

Mit konkreten Maßnahmen, wie der Elektrifizierung einer grenzüberschreitenden Buslinie, trägt „emr connect“ zu einem umweltfreundlichen Nahverkehr in der Euregio Maas-Rhein bei. Darüber hinaus soll der Fahrgast künftig von der Digitalisierung in den Bereichen Ticketing und Fahrgastinformation profitieren. So sollen beispielsweise E-Tickets auch über nationale Grenzen hinweg genutzt werden können.

Durch die projektgebundene Zusammenarbeit von drei Universitäten fördert „emr connect“ den Austausch zwischen Akteuren aus dem Verkehrssektor und trägt somit zu einer verbesserten Vernetzung in der Bildungs- und Wissensregion bei.

AVV-Geschäftsführer Hans-Peter Geulen resümiert: „Die Umsetzung der Maßnahmen stärkt den grenzüberschreitenden Nahverkehr, trägt zu einer besseren Vernetzung der Teilregionen bei und macht die Euregio Maas-Rhein als Grenzregion attraktiver.“

Das Projekt „emr connect“ wird im Rahmen des Interreg V-A Euregio Maas-Rhein Programms durchgeführt und mit 2,3 Mio. Euro durch die Europäische Union und den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung mitfinanziert.


NRW-Tarif künftig bis in die Niederlande – Ausweitung bis Landgraaf, Kerkrade und Heerlen

Mit Heerlen, Landgraaf und Kerkrade sind jetzt auch die drei grenznahen Nachbarorte mit Tickets des NRW-Tarifs erreichbar und rücken somit näher an Nordrhein-Westfalen.

Die Integration von Heerlen, Landgraaf und Kerkrade in den NRW-Tarif erfolgt zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2017. Von diesem Datum an gelten zunächst Relationspreis-Tickets (das sind NRW-weitgültige Tickets für Fahrten „von Tür zu Tür“ wie beispielsweise das SchöneReiseTicket NRW) für grenzüberschreitende Fahrten zu diesen Zielen in den Niederlanden und wieder zurück. Ab 1. Januar 2018 können Sie dafür auch Pauschalpreis-Tickets wie das beliebte SchönerTagTicket NRW nutzen. Auch gelten dann das SchöneFahrtTicket, das SchöneFerienTicket sowie das FahrradTagesTicket NRW und das EinfachWeiterTicket bis in die Niederlande. Damit sind dann die drei niederländischen Gemeinden vollumfänglich in den NRW-Tarif integriert. Eine Ausnahme bildet lediglich das SemesterTicket NRW, das keine Gültigkeit für grenzüberschreitende Fahrten besitzt.

Arriva wird zunächst nur Pauschalpreis-Tickets verkaufen. Der Verkauf von Relationspreistickets ist zu einem späteren Zeitpunkt geplant. Diese sind hingegen an den DB-Automaten an den Stationen in Heerlen und Landgraaf erhältlich.

Grenzüberschreitend sind aus der Region die RegionalExpress-Linie 18 (Herzogenrath – Heerlen) sowie die AVV-Buslinien 34 (Aachen – Kerkrade), 44 (Aachen – Heerlen) und die niederländische Buslinie 27 (Herzogenrath – Kerkrade) unterwegs. Beliebte Freizeitziele wie der GaiaZoo in Kerkrade oder die Skihalle in Landgraaf sind somit mit dem NRW-Tarif erreichbar.

Mit den entsprechenden Tickets können Sie in Heerlen, Kerkrade und Landgraaf auch im Vor- und Nachlauf die örtlichen Buslinien nutzen. AVV und Arriva arbeiten gemeinsam an der Vereinfachung des grenzüberschreitenden Nahverkehrs und setzen mit der Ausweitung des NRW-Tarifs einen ersten Schritt um, damit die Euregio Maas-Rhein auch im ÖPNV enger zusammenrückt.

Für Fahrgäste aus dem AVV wird auch weiterhin der Übergangstarif Heerlen für grenzüberschreitende Fahrten angeboten.